25 Jahre NEXT SYSTEM Sujet

25 Jahre NEXT SYSTEM

Vom kleinen Start-up zur technologischen Größe

Manchmal beginnen große Geschichten nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit einem Schreibtisch, zwei Telefonen und einer guten Idee. So auch im Jahr 2001, als Robert Gausterer und Andreas Tragenreif – gemeinsam mit Ramesh Sharma – den Grundstein für das legten, was heute als NEXT SYSTEM weit über Österreich hinaus bekannt ist.

Während draußen die Welt durch die Ereignisse seit dem 11. September 2001 ins Wanken geriet, blieb man bei NEXT SYSTEM bemerkenswert stabil – oder besser gesagt: entschlossen. Schon im ersten Jahr schrieb das junge Unternehmen schwarze Zahlen. Ein Kunststück, das weniger Zufall als vielmehr Ausdruck von klarem Marktverständnis, technischem Know-how und einer gehörigen Portion Unternehmergeist war.

Die frühen Jahre – klein, schnell, fokussiert

Gestartet in einem 20-Quadratmeter-Büro im Gründerzentrum von Frequentis in Wien, entwickelte sich NEXT SYSTEM rasch vom ambitionierten Newcomer zum ernstzunehmenden Partner für Industriekunden.

Der Name NEXT SYSTEM wurde nicht zufällig gewählt. Er ist logische Konsequenz aus der Vision und Mission der Gründer: Die Entwicklung zukunftsorientiert, kundenspezifischer Systeme sowie die Bereitstellung beratungsintensiver Komponenten. NEXT SYSTEM steht für den Anspruch, technologische Lösungen nicht nur zu liefern, sondern gemeinsam mit seinen Kunden vorauszudenken und gezielt zu entwickeln.

Drei Geschäftsfelder bildeten von Beginn an das stabile Fundament: Antriebstechnik, Display- und Touch Lösungen sowie Embedded Computer. Drei Bereiche, die bis heute eine Erfolgsformel des Unternehmens sind, weil sie essenzielle Anforderungen moderner Technik vereinen: Sie bringen Bewegung, innovative Bedienung und Intelligenz in Geräte.

Bereits wenige Jahre später wurde klar: Das Büro war zu klein für große Pläne. Wachstum braucht Platz. Und manchmal auch neue Perspektiven – NEXT SYSTEM zog um, strukturierte sich neu und stellte mit der ISO-9001-Zertifizierung früh die Weichen für nachhaltige Qualität. Im Zuge dieser Entwicklung schied 2005 Mitgründer Ramesh Sharma aus dem Unternehmen aus, woraufhin sich NEXT SYSTEM in einer Holdingstruktur neu formierte und organisatorisch weiter professionalisierte.

Wachstum mit Haltung – auch durch Krisen

Die Finanzkrise 2008/09 stellte viele Unternehmen auf die Probe. NEXT SYSTEM reagierte nicht mit Stillstand, sondern mit Anpassung. Kosten wurden optimiert, Strukturen geschärft – und der Blick blieb nach vorne gerichtet. Das Ergebnis: Gestärkt aus der Krise!

2010 begann ein strategischer Schritt, der das Unternehmen nachhaltig prägen sollte: die Investition in eigene Forschung und Entwicklung, insbesondere im Bereich HAPTICFORCE TOUCH Technologien. Was zunächst als Vision begann, entwickelte sich rasch zu einem technologischen Differenzierungsmerkmal.

Mit der Eröffnung des neuen Technology Center in Vorchdorf im Jahr 2012 und der Expansion nach Deutschland, Ungarn, Tschechien, Slowakei und China wurde NEXT SYSTEM international. Gleichzeitig blieb eines konstant: Die Nähe zum Kunden und die Fähigkeit, komplexe Anforderungen in marktfähige Lösungen zu übersetzen.

Wenn Innovation plötzlich Resonanz erzeugt

2017 dann ein großer Moment: Der Gewinn des Embedded Awards im Rahmen der Embedded World Exhibition and Conference – als erstes nicht-deutsches Unternehmen – für die Haptic-Touch-Technologie war nicht nur eine Auszeichnung, sondern ein Statement.

NEXT SYSTEM hatte sich vom added value Distributionsunternehmen zum innovativen Technologiepartner entwickelt. Was folgte, war die konsequente Umsetzung: erste Serienprojekte, Partnerschaften in Automotive und Industrie sowie die Weiterentwicklung eigener Lösungen. Kurz gesagt: Aus Idee wurde Anwendung, aus Innovation wurde Geschäft.

Zwischen Boom und Realität – die letzten Jahre

2020 brachte, was niemand bestellt hatte: Pandemie, Unsicherheit, Stillstand. Doch auch hier zeigte sich die Stärke von NEXT SYSTEM: Flexibilität, partnerschaftliche Zusammenarbeit und ein Team, das zusammenhält. Denn genau das ist vielleicht der größte Erfolgsfaktor des Unternehmens – ein Arbeitsklima, das von Vertrauen, Entwicklung und echter Zusammenarbeit geprägt ist.

Auf den Einbruch folgte ein Nachfrageboom. Zwischen 2020 und 2022 wurde der Umsatz verdoppelt – begleitet von Lieferengpässen und teils absurden Preisentwicklungen am Komponentenmarkt. Man könnte sagen: Wenn alles teurer wird, wird Erfahrung unbezahlbar.

Nach dem Boom folgte 2024/25 eine Marktkorrektur. Kein Grund zur Panik, sondern Teil eines gesunden Zyklus. Für 2026 ist wieder vorsichtiges Wachstum absehbar – mit klarer strategischer Ausrichtung als State-of-the-Art Systemanbieter und weiterem Ausbau der Assemblierungskapazitäten.

Schnelle Markteinführung, hohe Verfügbarkeit, langlebige Systeme – das sind keine Schlagworte, sondern Ergebnisse.

Heute und morgen – NEXT SYSTEM bleibt in Bewegung

Heute steht NEXT SYSTEM mit 40+ Mitarbeitern für stabile Partnerschaften, technologische Kompetenz und wirtschaftlich durchdachte Lösungen. Doch bei aller Entwicklung ist eines geblieben: die Haltung der Gründer.

> Der Wille, durch Fortschritt Dinge besser zu machen.
> Die Fähigkeit, Chancen zu erkennen, wo andere Grenzen sehen.
> Und die Überzeugung, dass Innovation nur gemeinsam entsteht.

Vereinfacht zusammengefasst:
NEXT SYSTEM denkt nicht nur Systeme – NEXT SYSTEM baut sie. Seit 25 Jahren.
Und die nächsten sind bereits in Planung.

 

Gründerfoto 2001 zeigt Andreas Tragenreif, Robert Gausterer und Ramesh Sharma. 2026 zeigt Robert Gausterer und Andreas Traenreif